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Sartorius Scrolldoku

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In der Woche vom 15.06.- 19.06.2015 konnten wir, Schüler des 10. Jahrgangs der IGS Göttingen, einen Blick hinter die Kulissen von Sartorius werfen. Unsere Gruppe wurde bei dem Projekt vom Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft gGmbH betreut und durch die Multimedia-BBS Hannover unterstützt. So konnten wir einen Einblick in die MINT- (Mathematik/Informatik/Naturwissenschaften/Technik) und neuen Multimedia-Berufe gewinnen. In den folgenden Texten wird sich alles rund um diese Projektwoche drehen.

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Sartorius ist ein international führender Pharma- und Laborzulieferer. Der Konzern besteht seit über 140 Jahren und hat vorwiegend Kunden aus der Biotech- und Pharmabranche. Dabei ist die Firma in die Sparten Bioprocess Solutions und Lab Products & Services aufgeteilt. In der Sparte Bioprocess Solutions werden Produkte hergestellt, die für die sichere  und effiziente Herstellung von Impfstoffen und Medikamenten gebraucht werden. Im Bereich Lab Products & Services werden Premium-Laborinstrumente und Verbrauchsmaterialien für Pharma- und Biopharma-Unternehmen und Forschungseinrichtungen wie z.B. die Göttinger Universität hergestellt. Sartorius hat in über 110 Ländern Produktionsstandorte, Vertriebsniederlassungen und Handelsvertretungen. Weltweit hat das Unternehmen mehr als 5.600 Mitarbeiter. Im Jahr 2014 hat Sartorius einen Umsatz von mehr als 891 Millionen Euro gemacht.

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1870 fing alles in der Universität Göttingen an. Der damalige Universitätsmechaniker Florenz Sartorius machte sich mit seiner „feinmechanischen Werkstatt“ selbstständig und erfand die kurzarmige Analysenwaage. Dank seiner Erfindung wurde die Arbeit in den Forschungslaboren genauer und einfacher. 57 Jahre später – 1927 – gründete er mit dem Chemie-Nobelpreisträger Richard Zsigmondy die Membranfiltergesellschaft mbH. Zsigmondy entwickelte damals die Membranen und legte so den Grundstein für die Kerntechnologien. Noch heute beschäftigt sich Sartorius mit Wägetechnik und Filtrationen. Dabei handelt es sich um verschiedenste Filter und Membranen, sowie Maschinen und Laborinstrumente wie z. B. Laborwaagen und Pipetten.


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Sartorius bildet derzeit 23 Berufe aus und bietet verschiedene duale Studiengänge an, welche einen praktischen Teil im Betrieb und einen theoretischen Teil an der Fachhochschule abdecken. Einige duale Studiengänge beinhalten eine Ausbildung Manchmal ist der praktische Teil aber auch in Form eines Praktikums in den vorlesungsfreien Zeiten vorgesehen. Die Auszubildenden bei Sartorius werden zu einem großen Teil nach dem Ende der Ausbildung übernommen. Dies ist möglich, weil Sartorius nach dem Bedarf des Unternehmens ausbildet. Das funktioniert so: jede Abteilung teilt dem Personalbereich mit, was für Mitarbeiter sie voraussichtlich in den kommenden 3 Jahren brauchen wird. Auf diese Stellen können sich Interessierte online bewerben.

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Welche Tätigkeiten werden in dem Beruf ausgeübt? 
Als Physiklaborant/in ist man zuständig für:
- Die Durchführung von Messreihen und Versuchen, um die Eigenschaften eines Werkstoffes oder eines Systems zu ermitteln
- die Auswertung und Analyse der Ergebnisse - Instandhaltung von Versuchs- und Prozessapparaturen 

An welchem Ort werden die Tätigkeiten ausgeübt? 
Der Beruf wird hauptsächlich im Labor ausgeübt.

Wie lange dauert die Ausbildung?
 
Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre, kann aber bei sehr guten Leistungen auf 3 Jahre verkürzt werden.

Welche Voraussetzungen gibt es?

Man sollte:
- präzises arbeiten
- verantwortungsbewusst sein
- ein gutes physikalisches Verständnis und gute naturwissenschaftliche Kenntnisse haben

Welche Interessen sollte man mitbringen?

Man sollte Interesse haben an:
- naturwissenschaftlichen Fragen
- Physik, Chemie und Biologie

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Welche Tätigkeiten werden in dem Beruf ausgeübt? 
Als Chemielaborant/in ist man zuständig für:
- das Prüfen von chemischen Produkten
- die Kontrolle von Produktionsprozessen
- das Entwickeln von Stoffgemischen
- die Entwicklung von organischen und anorganischen Präparaten
- die Durchführung von Versuchsreihen

An welchem Ort werden die Tätigkeiten ausgeübt? 
Die Tätigkeiten werden hauptsächlich im Labor ausgeübt. 

Wie lange dauert die Ausbildung? 
Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre, kann aber bei sehr guten Leistungen auf 3 Jahre verkürzt werden.

Welche Voraussetzungen gibt es? 
Man sollte:
- sorgfältig arbeiten  
- verantwortungsbewusst sein
- eine gute Beobachtungsgabe, Merkfähigkeit und technisches Verständnis mitbringen

Welche Interessen sollte man haben?
Man sollte Interesse haben an:
- naturwissenschaftlichen Fragen- analysierenden und organisatorischen Tätigkeiten
- Physik, Chemie und Biologie 

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Welche Tätigkeiten werden in dem Beruf ausgeübt? 
Die Aufgaben des Chemikanten/der Chemikantin sind z.B.:
- Steuern und Überwachen chemischer Produktionsprozesse
- Wartung und Reparatur von Produktionsanlagen
- Probenentnahme während der Herstellung, um die Produktqualität zu prüfen

An welchen Orten werden die Tätigkeiten ausgeübt? 
Chemikanten sind tätig:
- in Produktionsbereichen
- am Laborarbeitsplatz

Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung zum Chemikanten dauert 3,5 Jahre, kann aber bei sehr guten Leistungen auf 3 Jahre verkürzt werden.

Welche Voraussetzungen gibt es?
Die Voraussetzungen für den Chemikanten sind:
- Geschicklichkeit im Umgang mit Produktionsanlagen
- Aufmerksamkeit
- Entscheidungsfähigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit bei Notfällen
- technisches Vorwissen
- Verantwortungsbewusstsein

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Welche Tätigkeiten werden in dem Beruf ausgeübt?
In diesem Beruf werden vor allem Hard- und Software-gesteuerte Geräte und Verfahren entwickelt und erforscht. Dazu zählen die Entwicklung, Einrichtung, Steuerung und Optimierung von komplexen Systemen und Anlagen.

An welchen Orten werden die Tätigkeiten ausgeübt? 
Allgemein gilt: In der Forschung und Entwicklung- in allen Bereichen der Industrie  
- bei Energieversorgungs-, Software- oder Dienstleistungsunternehmen
- im öffentlichen Dienst
- in Forschungsinstituten und Bildungseinrichtungen

An welchen Lernorten findet das duale Studium statt? 
- Theorie und Praxis wechseln sich hier ab. Der theoretische Teil wird an der HAWK in Göttingen aboslviert, während man die Praxis direkt bei Sartorius erlebt.

Wie lange dauert das Studium?
Das Studium dauert 7 Semester, wobei 3 Semester Grundlagen vermittelt werden und es dann in die Vertiefung geht.
Nach 2 Jahren erhält man nach einer Prüfung den IHK-Abschluss als Mechatroniker, diese Prüfung setzt sich aus einem mündlichen und einem schriftlichen Teil zusammen.

Was gibt es für Voraussetzungen? 
- Abitur mit hervorragenden Leistungen in Mathe, Englisch und Physik
- ausgeprägtes, technisches Interesse
- überdurchschnittliches Engagement und selbstständige Arbeitsweise
- es gibt bei den meisten Elektrostudiengängen keinen Numerus Clausus

Welche Fähigkeiten/ Interessen sind für Bewerber von Vorteil? 
- abstraktes und analytisches Denkvermögen
- technisches GeschickInteresse an Projektarbeit

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Welche Tätigkeiten werden in dem Beruf ausgeübt? 
Die Biotechnologie ist eine interdisziplinäre Wissenschaft, die sich aus verschiedenen Fachgebieten wie Mikrobiologie, Biochemie, molekulare Zellbiologie, Gentechnik, technische Chemie und Verfahrenstechnik zusammensetzt. Biotechnologen analysieren biologische Vorgänge, um diese zu reproduzieren und für praktische/industrielle Anwendungen nutzbar machen zu können.

An welchen Orten werden die Tätigkeiten ausgeübt?
Gearbeitet wird während des Studiums in verschiedenen Bereichen der Forschung und Entwicklung. Nach dem Studium beraten Biotechnologen Kunden im Bereich der biopharmazeutischen Produktion und sind in den Bereichen Vertrieb und Produktmarketing tätig.

An welchen Lernorten findet das Studium statt?

- der duale Studiengang wird sowohl im Unternehmen als auch an der FH Weihenstephan-Triesdorf absolviert
- Theorie und Praxis wechseln sich ab
-  theoretisches Wissen kann in der Praxis sofort angewendet werden

Wie lange dauert das duale Studium?
- 7 Semester
- während den vorlesungsfreien Zeiten arbeiten die Studierenden bei Sartorius

Welche Voraussetzungen gibt es?
Um diesen Studiengang meistern zu können benötigt man:
- Abitur mit hervorragenden Leistungen in den Naturwissenschaften, sowie Deutsch und Englisch
- Teamfähigkeit
- ausgeprägtes Engagement und selbstständige Arbeitsweise
- Lernbereitschaft

Welche Interessen sollte man haben? 
- Biologie, Chemie, Physik
- Arbeiten an längeren Projekten
- Sehr gute Kommunikationsfähigkeit
- technisches Verständnis

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Welche Tätigkeiten werden in dem Beruf ausgeübt? Mediengestalter/innen Bild und Ton erstellen Video- und Audioaufnahmen. Sie arbeiten bei professionellen Produktionen im Bereich von audiovisuellen Medien. Außerdem bearbeiten sie das Material, welches bei der Produktion entsteht. Während der Ausbildung können sie sich in bestimmten Bereichen wie z.B. Kameraführung oder Tontechnik spezialisieren.

Wo lernt man es? 
Der Beruf kann bei Ausbildungsbetrieben in der Film-, Fernseh-, Hörfunk- und Musikbranche gelernt werden. Die Auszubildenden besuchen während ihrer Ausbildung eine Berufsschule.

Wie lange dauert die Ausbildung?
 
Die duale Ausbildung dauert drei Jahre. Zum Abschluss muss man eine theoretische und eine praktische IHK Prüfung ablegen.

Welche Voraussetzungen gibt es? 
Obwohl keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben ist, stellen Betriebe vorwiegend Auszubildende mit Hochschulreife ein. Wichtig für den Beruf sind:
- Konzentrationsfähigkeit
- technisches Verständnis
- Kreativität
- Teamfähigkeit
- gute Kenntnisse in Physik, Mathe, Deutsch und Englisch
- multimediale Kenntnisse

Welche alternativen Berufe gibt es?
 
Alternativ zum/r Mediengestalter/in Bild und Ton wäre auch die Ausbildung zum/r Mediengestalter/in Digital und Print, oder Kauffrau/mann für audiovisuelle Medien, wobei die Schwerpunkte der Ausbildung im Bereich der Medien anders gesetzt sind.

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Mit vielen Erwartungen gingen wir in die vergangene Woche und wurden positiv überrascht.
Einige wollten die MINT Berufe „nur mal kennen lernen“, während andere sich schon direkt für einzelne Berufsfelder interessierten.
Durch das nette Team wurden beide Optionen abgedeckt und wir haben neue Erfahrungen gemacht.
Um dieses Ziel bestmöglich umzusetzen wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt. Eine medienorientierte Gruppe, welche sich um Film und Material kümmerte und eine Gruppe für MINT Berufe, diese kümmerte sich um Infos und die Texte für unsere Scroll-Doku. Dies sorgte dafür, dass man nur den Bereich kennen lernte, welcher einen interessierte und eine kleinere Arbeitsgruppe entstand. In diesen haben wir uns viel abgesprochen und als wir uns an die Scroll-Doku machten, verlief das Teamwork reibungslos.
Bei Sartorius hatten wir die Möglichkeit in die MINT Berufe reinzuschnuppern und mit Auszubildenden und Studierenden zu reden. Somit haben wir viel über Sartorius gelernt und gemerkt, dass trotz der Größe des Unternehmens viel auf das Miteinander geachtet wird.
Die medienorientierte Gruppe führte und filmte verschiedene Interviews und bereitete diese Aufnahmen vor. Auch konnte ein Einblick in die Ausbildung- und Unternehmensabläufe gewonnen werden und wir wurden sehr herzlich bei Sartorius empfangen und aufgenommen. Wir konnten viele Fragen stellen und ein kleines Experiment unter Anleitung der Azubis selber durchführen.
Alles in allem haben wir eine sehr gute Übersicht bekommen und einiges gelernt, was uns sicherlich in unserer weiteren Berufsorientierung unterstützen wird.
Rückblickend war es eine sehr bereichernde Projektwoche. 

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